Leider kann ich mich dem Thema „Breitbandausbau“ doch nicht ganz entziehen. Nicht nur durch nahezu tägliche Störungen / Beeinträchtigungen werde ich ständig an das Problem erinnert – ich werde auch immer wieder darauf angesprochen.

Jetzt hat mich z.B. ein angehender Hiller Neubürger per Facebook kontaktiert und nach dem aktuellen Stand gefragt. Bisher war nach meiner Erfahrung – leider – das LTE Angebot der Telekom (Call & Surf via Funk) die einzige einigermaßen akzeptable Notlösung für einen Breitbandzugang in Eickhorst (und wohl nicht nur dort…).

Im Laufe dieser Kommunikation kam heraus, dass die Telekom zumindest zur Zeit keine Neuverträge in Hille mehr anbietet! Ich konnte das zuerst nicht glauben und habe deshalb bei der Telekom im Kundenforum nachgefragt. Die Antwort: „…so wie es aussieht, wird in 32479 Hille kein LTE mehr angeboten.“. Vermutlich ist das LTE Netz ausgelastet.

Damit gibt es jetzt meiner Meinung nach gar keinen auch nur ansatzweise brauchbaren Breitbandzugang in Eickhorst mehr.

Wer seine Hoffnung auf den tollen Masterplan des Kreises setzt, wird auch enttäuscht: Nach meinen Informationen ist auf absehbare Zeit für Eickhorst keine Veränderungen vorgesehen.

Das Thema steht seit ziemlich genau 7 Jahren (!!!) in Hille auf der Agenda. Trotzdem hat es die Gemeinde nicht geschafft, eine nachhaltige Lösung zu finden. Dabei sind das keine unlösbaren Probleme. Es gibt immer wieder Erfolgsgeschichten und nachhaltige Lösungsansätze zu lesen. Nur leider nicht in Hille.

Über einen Newsletter bin ich z.B. auf einen Artikel in der FAZ (Frankfurter Allgemeine Wirtschaft) aufmerksam geworden:

Breitbandanschlüsse – Kommunale Glasfaser-Revolution aus Brandenburg 

Weitere Infos findet man hier: Start-up der Domscheit-Bergs will Gigabit-Anschlüsse günstig und flexibel machen

In Brandenburg wurde die ViaEuropa Deutschland GmbH gegründet. Das Unternehmen will den Breitbandausbau nach schwedischem Vorbild vorantreiben. Schweden liegt in Bezug auf die durchschnittliche Internetgeschwindigkeit auf Platz 2 in Europa (Deutschland nur auf Platz 25). Nur Norwegen surft geringfügig schneller. Irgendwas machen die Skandinavier also richtig. Und das obwohl beide Länder nicht gerade dicht besiedelt sind!

Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Ausbau der Glasfasernetze. Welche Überraschung! In Schweden wird der Glasfaserausbau von den Kommunen vorangetrieben. Einfach gesagt baut die Kommune ein Glasfasernetz und vermietet es dann die Diensteanbieter. Das Grundkonzept ist dabei nicht neu. Schon seit Jahren wird es in ähnlicher Form von fortschrittlichen Kommunen hier in Deutschland praktiziert. Im Oktober 2012 hatte ich dazu schon mal was geschrieben:

08.10.2012 – Andere Kommunen machen es besser

Eine Kommune nach der anderen geht ans Glasfasernetz und hat damit Standortvorteile durch schnelle, preisgünstige Breitbandzugänge. Hille hätte unter den Vorreitern sein können. Aber hier diskutiert man über die Schließung von Spielplätzen (bin dagegen!), erneute Steuererhöhungen, etc. Wo soll das noch hinführen?

1 Kommentar

  1. Hallo Daniel,
    super Artikel, absolut korrekt. *thumbs up*

    Nur wenn der Bürgermeister mehr an der Wiederwahl interessiert ist, um seine Pensionsansprüche zu optimieren, statt etwas bewegen zu wollen, auch mit dem Risiko nicht wiedergewählt zu werden, dann ist ja klar, welche Politik für wen gemacht wird.

    Hille mit seinem aktuellen Bürgermeister hat es leider verpasst, den letzten aus dem Bahnhof fahrenden Zug zu nehmen. Ich kann jedem nur abraten, hier in Hille zu bauen oder hierher zu ziehen. Zu groß sind die Risiken in dieser Gemeinde.

    Traurig, ist aber leider so.

    Christophe Miege

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